Geglückter Start in Ostwürttemberg

Bierschneider Aalen Ostwürttemberg

Die Auto Bierschneider-Gruppe ist als Partner für Neu- und Gebrauchtwagen der Marken Volkswagen, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Cupra, Skoda, Jaguar und Landrover sowie Service für Privat- und Gewerbekunden in Süddeutschland längst ein Begriff. Nun ist sie auch in Ostwürttemberg prominent vertreten.

Sechs der insgesamt 23 Niederlassungen finden sich im Ostalbkreis und im Kreis Heidenheim – in Aalen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd-Bettringen und Hüttlingen. Die 1977 in der Oberpfalz gegründete Firmengruppe wuchs zunächst im Bayerischen: Unter anderem in den Ballungsräumen Regensburg und Ingolstadt ist das Unternehmen, das beispielsweise mit mehr als 3000 verkauften Seat-Neufahrzeugen zu den größten Seat-Partnern Deutschlands gehört, besonders stark vertreten. Die Expansion von Auto Bierschneider in Richtung Ostwürttemberg begann bereits im Jahr 2017, als die Gruppe das Volkswagen- und Seat-Autohaus Schülein in Lehengütingen bei Dinkelsbühl erwarb. Die erste baden-württembergische Niederlassung war dann ab Mitte 2019 das Seat-Autocenter in Hüttlingen, das vom Vorbesitzer Wolfgang Gückelhorn übernommen wurde. Seit Mitte Juli 2020 gehört auch das ehemalige Autohaus Wagenblast mit den Standorten in Aalen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Gmünd-Bettringen zu Auto Bierschneider.
Wagenblast als größter VW- und Audihändler der Ostalb hatte im April 2020 Insolvenz beantragt. Die Bierschneider-Gruppe gab Ende Juni ein Gebot ab und bekam kurz darauf den Zuschlag, wie Michael Fleischmann, Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der gesamten Bierschneider-Firmengruppe berichtet. Über das Seat-Autocenter in Hüttlingen bestanden schon seit mehreren Jahren Geschäftsbeziehungen zwischen Bierschneider und Wagenblast. Zudem hatte Auto Bierschneider Ostwürttemberg bereits als vielversprechenden Gebrauchtwagenmarkt kennengelernt. „Es ist ein interessantes, einwohnerstarkes Gebiet, das sich durch die Nähe zu den Zentren Stuttgart und Ulm sowie überdurchschnittlich viele Groß- und Firmenkunden auszeichnet“, begründet Fleischmann den Schritt.
95 Prozent der ehemals 225 Wagenblast-Beschäftigten hat der neue Eigentümer übernommen. Heute zählt Bierschneider 235 Beschäftigte in seinen Autohäusern in Ostwürttemberg. Insgesamt sind in der Bierschneider-Gruppe 1150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Daniel Barban und Timo Mages, neben Michael und Doris Fleischmann die operativen Geschäftsführer der neuen Auto Bierschneider Aalen GmbH, berichten von einer kurzen und intensiven Übergangszeit, in der einiges geregelt werden musste, um die früheren Wagenblast-Autohäuser in die Bierschneider-Gruppe einzugliedern. „Beispielsweise musste die Systemlandschaft komplett überarbeitet werden“, sagt Timo Mages. Bierschnei-der startete gleich mit einer Anfangsinvestition von rund 750.000 Euro: So wurde in den ehemaligen Wagenblast-Autohäusern die EDV auf den neuesten Stand gebracht. Alleine 200 neue PCs für die Mitarbeiter  und neue Telefonanlagen wurden angeschafft. In Sachen Digitalisierung will Auto Bierschneider Vorreiter sein. „Es ging auch darum, neue Vertriebswege aufzubauen“, sagt Daniel Barban. Modernes Verkaufen heißt die „Autos vor Kunde“ bringen und auf strategische und gezielte Neukundengewinnung mittels sogenanntem Lead-Management zu setzen. Gerade im Bereich Elektromobilität sei digitales Verkaufen auf dem Vormarsch, so die Experten. Hybrid- und Elektrofahrzeuge entwickelten sich im letzten Quartal des Jahres 2020 zum absoluten Verkaufsrenner – bei Bierschneider ist man sich sicher, dass dieser Trend auch weitergeht. Natürlich ging es in der Übergangsphase auch darum, Fahrzeuge nach Ostwürttemberg zu bringen. 250 waren es gleich in der ersten Tranche. Mittlerweile warten in den ostwürttembergischen Autohäusern rund 500 Neu- und Gebrauchtwagen auf Käufer. Ordentlich Geld investiert Auto Bierschneider  obendrein in den baulichen Zustand seiner Autohäuser, wie Michael Fleischmann ankündigt. So wird das Autocenter in Hüttlingen bereits ab diesem  Frühjahr ausgebaut sowie modernisiert. Eine komplett neue Ausstellungshalle wird errichtet, die bestehenden Räumlichkeiten werden renoviert und umgebaut. Der Seat-Kunde aus der Region soll sich bei Bierschneider in Hüttlingen willkommen fühlen. Für die noch junge sportliche Marke CUPRA wird eine separate Ausstellungsfläche im Gebäude errichtet. Renovierungsarbeiten stehen auch für das Autohaus in Schwäbisch Gmünd an, das in der Bierschneider-Gruppe wegen seiner stadtnahen Lage besondere Wertschätzung genießt. Für die Bettringer gibt es eine gute Nachricht: Das Autohaus in dem Gmünder Teilort, das im Zuge der Wagenblast-Insolvenz geschlossen worden war, eröffnet voraussichtlich im März diesen Jahres wieder – mit Service für Nutzfahrzeuge und Pkw, und zwar größtenteils mit der jahrelang bewährten Mannschaft.
„Nach einem insgesamt positiven Start erhoffen wir uns ein gutes Jahr“, blickt Fleischmann optimistisch in die Zukunft. Er baut auf die Erfahrung nach dem Ende des ersten Lockdowns und zählt sowohl auf die Privatkunden, die sich freuten, „endlich wieder raus“ zu dürfen und das eigene Fahrzeug dem öffentlichen Nahverkehr vorziehen, als auch die Firmen, die hoffentlich wieder durchstarten. „Ein besonderes Anliegen ist es uns, speziell für die heimischen Gewerbekunden neue und attraktive Service- und Betreuungskonzepte aufzusetzen. Aber auch der Privatkunde muss wieder mehr im Fokus stehen! Getreu den Werten unserer Firmenpolitik – „kompetent, dynamisch, authentisch und fair“ muss es uns gelingen, die Kunden wieder von uns und unserem Service zu überzeugen und auch in Zukunft dauerhaft an uns zu binden“, betont Daniel Barban.
„Eine der größten Herausforderungen der Übernahme aus der Insolvenz war es, eine Struktur zu schaffen, mit der es gelingt, kurzfristig die Liquidität zu sichern um uns mit dem Tagesgeschäft auseinandersetzen zu können. Durch die Insolvenz und die dadurch resultierende Unsicherheit in der Belegschaft müssen wir viel Zeit und Energie aufwenden um das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen und diese zu loyalen Mitarbeitern zu machen. Gerade der hohe Grad der gewerkschaftlichen Organisation der Wagenblast-Betriebe stellt uns allerdings zum Teil vor große Herausforderungen. Den Mitarbeitern einen sicheren Ar-beitsplatz in einem Unternehmen zu gewährleisten, welches auch noch weit über die nächsten Jahre hinaus Bestand hat, hat für uns oberste Priorität“ – da sind sich Daniel Barban und Timo Mages einig.
„Wir fühlen uns mit der Übernahme verpflichtet, in die Immobilien, CI und Ausstattung der Autohäuser zu investieren und damit den Fortbestand der Betriebe in der Region zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Standorte der ,Institution-Wagenblast‘ sollen bei Bierschneider in neuem Glanz und neuer Struktur weiterleben! Dabei ist es unser Ziel, die Betriebe der Ostalb autark aufzustellen. Wir werden keine Abläufe in unseren bayerischen Autohäusern zentralisieren, sondern setzen auf das übernommene Fachpersonal vor Ort und möchten auf die vorhandenen Strukturen aufbauen und diese an unsere Abläufe anpassen. Unser dafür benötigtes Personal generieren wir teilweise aus externen Einstellungen, zum größten Teil allerdings aus unserem selbst ausgebildeten Nachwuchs“, so Geschäftsführer Mages.
In den vergangenen Jahren wurde die gewachsene Firmengruppe mit ihren Standorten unter anderem mit der Auszeichnung „Bayern´s best 50“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung steht für besonders wachstumsstarke mittelständische und inhabergeführte Unternehmen mit einer sehr hohen Ausbildungsquote, welche bei Bierschneider mit über 20% - bezogen auf die Mitarbeiteranzahl – überdurchschnittlich hoch liegt. Dabei setzt Bierschneider auf eigene Auszubildende, Kooperationen mit Universitäten, für das Angebot eines dualen Studiums wurde bereits eine Partnerschaft mit der DHBW Heidenheim geschlossen und auf die Weiterbildung der bestehenden Mitarbeiter, wie Barban verrät. Für das Gebrauchtwagengeschäft wurde Bierschneider mit dem „Gebrauchtwagen-Award“ und im After-Sales mit dem „Service-Award“ der Fachzeit-schrift Kfz-Betrieb mehrmals ausgezeichnet.
 „Die Auszeichnungen sind das Resultat unserer Arbeitsweise, die einem kontinuierlichen Ver-besserungsprozess unterliegt und ständig hinterfragt, verbessert und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst wird“, so das Unternehmen.

Quelle und Foto: sdz-Medien

 

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