Tipps zum Autofahren in der Sommerhitze

Endlich ist der Sommer da! Wie wäre es mit einem kleinen Ausflug ans Meer oder an den nahegelegenen See? Also schnell die Picknickdecke und Badesachen einpacken und ab ins Auto. Bevor Sie aber einsteigen und losfahren, haben wir einige ganz einfache Tipps für Sie. Sie lassen Ihnen die Fahrt bei sommerlichen Temperaturen zum Vergnügen werden und tragen sogar zu Ihrer Sicherheit bei. 

 

Eine gut investierte Minute bevor es losgeht

Messungen bestätigen: Ein Auto, das stundenlang in der prallen Sonne steht, erreicht ganz leicht eine Innenraumtemperatur von etwa 60 Grad. Der erste Tipp ist daher ganz simpel: Planen Sie einfach eine Minute mehr ein. In dieser Zeit öffnen Sie – wenn es der Parkraum zulässt – alle Türen des Fahrzeugs und lüften einmal gut durch. Damit senken Sie die Temperatur im Fahrzeug um einige entscheidende Grad.

Prophylaxe ist natürlich noch besser: Wärmeschutz-Matten, die auf der Frontscheibe aufgelegt und mittels Schlaufen an den Außenspiegeln befestigt werden, kosten nur ein paar Euro und sind schnell angebracht. Frostschutz-Matten aus dem Wintersortiment funktionieren übrigens genauso gut. Ist nur eine Seite beschichtet, legen Sie die Matte so auf, dass die reflektierende Schicht vom Auto weg zeigt.

In Bikini und Schlappen hinterm Steuer?

Selbst wenn Sie sich Tipp 1 zu Herzen genommen und ordentlich gelüftet haben, ist es dennoch nicht ratsam, sich mit freiem Oberkörper, in Badehose oder im Bikini hinter das Steuer zu setzen. 25 Prozent der Autofahrer tun das allerdings laut einer Studie der ACEA hin und wieder. Im Sommer ist luftige Kleidung zwar durchaus angebracht, Bademode und Strand-Outfit heißen allerdings nicht grundlos so und gehören zumindest nicht hinters Steuer.

Ästhetik hin oder her: Die stark aufgewärmten Sitze und Sicherheitsgurte hinterlassen mitunter unangenehme Spuren auf der Haut. Wer also keinen Abstecher zur nächsten Apotheke machen will, trägt wenigstens ein kurzes Shirt und ein Beinkleid bis zum Knie.

Flip-Flops und Badelatschen gehören wirklich nur an den Strand. Per se verboten sind Sie beim Autofahren nicht und daher gibt’s für das Tragen losen Schuhwerks auch kein Bußgeld. Sollte loses Schuhwerk aber doch zwischen den Pedalen verloren gehen und nachweislich zu einem Unfall beitragen, gibt es Ärger mit der Versicherung.

Lieber eine Pause mehr statt „drink and drive“

Essen und Trinken am Steuer sind ebenfalls nicht ausdrücklich verboten. Dennoch ist es wie mit dem Handy am Ohr: Mindestens eine Hand fehlt am Steuer, wenn man während der Fahrt isst oder trinkt und dazu ist man abgelenkt. Öffnet man während der Fahrt etwa eine Wasserflasche, legt man bei 100 km/h fast 30 Meter zurück, in denen man sich nicht auf den Verkehr konzentriert. Tipp: Lieber vom Beifahrer versorgen lassen, oder einmal mehr anhalten und in Ruhe trinken. Regelmäßige trinken sollte man auf jeden Fall.

Besonders an sehr heißen Tagen ist es wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Das fördert schlicht die Konzentrationsfähigkeit – egal ob am Steuer, am Strand oder am Schreibtisch. Studien der Universität Loughborough (Großbritannien) und des European Hydration Institute (Spanien) belegen: Fahren unter Flüssigkeitsmangel ist so riskant wie Fahren nach acht Gläsern Wein.

Haltungsnote

Auch das kennen Sie aus dem Alltag: Autofahrer, die den Ellenbogen lässig auf der Türverkleidung ablegen und das Lenkrad mit einer Hand „kurbeln“. Abgesehen von diesem Relikt aus den 1980er-Jahren gibt es eine noch viel unschönere Unart, die man immer wieder beobachten kann, nämlich die auf dem Armaturenbrett abgelegten Füße des Beifahrers. Warum man das besser bleiben lässt, ist schnell erklärt: Im Falle eines Aufpralls hat man statt des Airbags die eigenen Beine im Gesicht.

Cool bleiben

Auch wenn es banal scheint, wissen die wenigsten wie man eine Klimaanlage richtig bedient. Eigentlich ganz einfach, denn einmal richtig eingestellt, muss man sich nie wieder um die Klimaanlage Gedanken machen. Erstens: Fenster schließen, Klimaanlage anschalten. Zweitens: die gewünschte Temperatur einstellen. Als ideal gelten etwa 21 bis 23 Grad. Drittens: den Automatik-Modus (Schalter „Auto“) aktivieren. Er sorgt für eine automatische, gleichmäßige und damit ideale Luftverteilung im Fahrzeug.

Wichtig ist zudem, dass die Luftdüsen möglichst nicht dauerhaft direkt auf Insassen gerichtet sind. Und übrigens: Es ist vollkommen zwecklos, nach dem Einsteigen die Temperatur auf die niedrigste Stufe zu stellen und die Lüftung voll aufzudrehen, um den Innenraum möglichst schnell abzukühlen. Der Grund ist einfach: Die Klimaautomatik kühlt bis zum Erreichen der eingestellten Temperatur ohnehin mit maximaler Leistung.